Die Digitalisierung ist in aller Munde: Wie verändert sie das Gesundheitswesen? Welchen Nutzen hat sie für die Patientinnen und Patienten? Wird sie helfen, ­Kosten zu sparen, oder wird sie im Gegenteil ein weiterer Kos­tentreiber? Ich möchte diesen Fragen am Beispiel einer Intensivstation nachgehen. Die Intensiv­medizin ist ­bereits seit den 1990er Jahren digitalisiert. Damals ­kamen die ersten Geräte auf, die Daten nicht mehr analog, sondern digital verarbeiten, anzeigen und speichern konnten. In den vergangenen zehn Jahren kam vor allem die digitale Dokumentation der Krankengeschichten hinzu. Intensivstationen waren vermutlich der erste Bereich der Medizin, in dem Big Data zum Thema wurde. Die diversen Geräte auf unserer Station erzeugen pro Tag und Patient bis zu 60 Tera­byte an ­Daten.