Seit 1950 hat sich der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in der Schweiz verdoppelt. Bessere Lebensumstände und eine wirksamere medizinische Versorgung führten dazu, dass die Zahl neuro­degenerativer und neurovaskulärer Erkrankungen des Gehirns altersbedingt sehr stark zunahm. Neurodegenerative ­Erkrankungen zeigen zu Beginn, im sogenannten Prodromalstadium, unterschiedliche und zum Teil auch unspezifische Symptome und stellen damit besondere diagnostische Herausforderungen dar. Häufig treten Veränderungen der Motivation und Stimmungslage, Konzentrationsstörungen oder eine verschlechterte Schlafqualität auf, welche dann als psychoreaktiv fehlinterpretiert werden.