Gemäss der amerikanischen Gesellschaft der Brustchirurgen (ASBrS) sollten alle Personen mit Brustkrebs mittels Genpaneltests abgeklärt werden. Diese Empfehlung basiert auf einer Studie [1], bei der pathogene oder möglicherweise pathogene Mutationen einer Reihe von zu Krebs prädisponierenden Genen bei gut 9% der Patientinnen nachgewiesen wurden, die dafür die Indikationen der Richtlinien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) für Brustkrebsveranlagungen erfüllten, jedoch auch bei knapp 8% der Probandinnen, bei denen dies nicht der Fall war. Lohnt sich unter solchen Voraussetzungen der Aufwand einer Stammbaumerhebung noch?