Die Häufigkeit der Achillessehnenruptur beträgt ca. 300 auf 1 Million Schweizer pro Jahr. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr, verschiebt sich jedoch tendenziell nach oben, wobei das männliche Geschlecht 5- bis 7-mal häufiger betroffen ist. 90 Prozent der Rupturen sind 3–4 cm proximal des Sehnenansatzes am Kalkaneus lokalisiert. Ätiologisch wurde hier eine Zone relativer Ischämie nachgewiesen, zumal die Blutversorgung der Sehne von proximal und distal erfolgt und bereits ab dem 30. Lebensjahr abnimmt. Typisch als Unfallmechanismus ist eine indirekte Zugeinwirkung auf die Sehne (exzentrische Dehnung der Sehne bei kontrahiertem Muskel). Schlag- und Ballsportarten (z.B. Squash, Fussball) sind prädestinierende Aktivitäten. Die längere Einnahme von Steroiden, Immunsuppressiva und F-Quinolonen (z.B. Ciproxin), aber auch Autoimmunerkrankungen, Hypercholesterinämie und die Blutgruppe 0 sind mit der Achillessehnenruptur assoziiert.