«Wie Geschichten uns zu besseren Menschen machen» – so lautet der Untertitel des NZZ Folios auf meinem Frühstückstisch [1]. Und der Titel befiehlt: «Lest doch!» Dem folge ich nur allzu gerne, und so bleiben der ­Computer und meine ganze schöne To-do-Liste diesen Montagmorgen erst einmal unangetastet, weil ich eben erst einmal lesen muss. Interviews über Lesen auf Papier und elektronisch, über die verschiedenen aktiven Gehirnregionen beim Lesen, über Bestseller und Bücher, die das Leben prägten. Und ich kann nicht aufhören, bis ich das Magazin ganz fertiggelesen habe, ­obwohl irgendwo in meinem Hinterkopf eine schwach aktive Gehirnregion versucht, mich daran zu erinnern, dass ich mir eigentlich noch andere Dinge für diesen Morgen vorgenommen hatte.