Bereits vor mehr als einem Jahrhundert hat der englische Arzt Archibald E. Garrod die Bedeutung der «biochemischen Individualität» des Menschen erkannt. Bis diese Erkenntnis auch für das gesundheitliche Wohl der Patientinnen und Patienten Früchte trug, dauerte es jedoch noch mehrere Jahrzehnte. Heute verfügen wir – dank rasanter Fortschritte in den biomedizinischen Wissenschaften und Informationstechnologien – über riesige Datenmengen, die es erlauben, Krankheitsrisiken möglichst früh zu erkennen, medizinische Behandlungen an die Besonderheiten bestimmter Patientengruppen anzupassen oder wirksame Gesundheitsstrategien für die Bevölkerung zu entwickeln.