Das New England Journal of Medicine publiziert neben Originalartikeln, Reviews, Fallbesprechungen und Editorials in der Rubrik «Perspective» auch Texte zur zukünftigen Entwicklung der Medizin. Bemerkenswert finde ich dabei, dass es immer wieder persönlichen Erlebnissen einzelner Ärztinnen und Ärzte Raum gibt. Auch die Annals of Internal Medicine haben eine ähnliche Kolumne: «On being a doctor». Kolleginnen und Kollegen erzählen von eigenen Erfahrungen, eindrücklichen Fällen, Zweifeln an Entscheidungen, besonderen Schicksalen und von Freude und Leid am Beruf. Die ­Artikel führen oft zu Folgerungen, die nicht nur für den Autor selber, sondern auch für die Ärzteschaft ­Bedeutung haben. Solche Artikel sind in unseren Zeitschriften eher Raritäten, müssten es bei erfüllter publizistischer Qualität aber eigentlich nicht sein, wenn sich schon das NEJM und die Annals nicht für zu gut dafür halten. Als Beispiele für diese interessanten und oft auch bewegenden Schilderungen fasse ich drei Berichte kurz zusammen: