Die Dialoggruppe Versorgungsforschung (siehe Kastenmeldung) hat die Forschungsgruppe zur Versorgungsforschung am Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) in Bern in den vergangenen Jahren unterstützt. Dabei wurden laufende Projekte am ISPM diskutiert und weitere Fragestellungen angeregt. Die Gruppe am ISPM fokussierte mehrheitlich auf die Verwendung und Analyse von bereits bestehenden Datenquellen. Zum Teil wurden Datensätze verknüpft, um Fragen anzugehen, welche mit einer Datenquelle allein nicht angegangen werden konnten [1–3]. Datenquellen waren etwa Abrechnungsdaten von verschiedenen Krankenversicherungen im letzten Lebensjahr von über 100 000 verstorbenen Personen [4] oder Volkszählungsdaten, die mit den Sterbedaten verknüpft worden sind. Damit war es zum Beispiel möglich, Sterberaten in Abhängigkeit der Distanz zu den nächstgelegenen Spitälern oder Regionalspitälern zu analysieren [5]. Gemeinsam mit dem Obsan wurde zudem ein Versorgungsatlas aufgebaut [6]. Diese und weitere spannende Projekte führten zu interessanten Beschreibungen der Situation in der Schweiz. Dabei stand immer auch die Frage im Raum, ob sich aufgrund dieser Resultate gewisse Massnahmen im Gesundheitswesen der Schweiz aufdrängen.