Im November 2012 gründete die FMH ihre Qualitätsorganisation Schweizerische Akademie für Qualität in der Medizin SAQM. Leicht starten war die Devise, um sich dann später mit Erfahrungen und konkreten Herausforderungen weiterentwickeln zu können und Schwung aufzunehmen. Nach einer Anfangsphase wollte die SAQM wissen, wo sie steht und wo sie noch Potential hat. Dazu hat sie eine Evaluation unter Einbezug aller Gremien der SAQM durchgeführt. Damit war explizit auch eine Aussensicht durch die Partner des Gesundheitswesens via Dialog Qualität vertreten. Die SAQM hat die Resultate daraufhin breit diskutiert. Eine der Haupterkenntnisse war, dass guter Wille zur Qualitätsarbeit nicht ausreicht, sondern dass die Health Professionals in ihrer Qualitätsarbeit zusätzliche Unterstützung brauchen. Diese Unterstützung beinhaltet nicht nur quantitative Ressourcen wie Fachkräfte und Finanzen, sondern ist auch auf qualitativer Ebene gefragt, und hier ist Bildung nötig. Die quantitativen Aspekte sind dringend anzugehen. An dieser Stelle werde ich mich dazu jedoch nicht weiter äussern. Qualität ist letztlich gelebte Kultur, und Kultur setzt Bildung voraus. Im Lernzielkatalog PROFILES [1] für Medizinstudierende hat das Thema der Qualitätsarbeit für die SAQM noch zu wenig Gewicht erhalten. Zudem greifen Fortbildungsangebote Qualitätsthemen oftmals in Form einer Kaderfortbildung auf und behandeln das Thema im Sinne von «Qualität managen», anstatt Qualität zu leben. Deshalb hat die SAQM ein Angebot entwickelt, das sich der patientennahen Arbeitspraxis widmet und dabei einen Fokus auf Interprofessionalität setzt. Denn dass wir die gleiche Sprache sprechen, bezieht sich nicht nur auf die Sprache im engeren Sinne, sondern auch im übertragenen Verständnis im Umgang mit Herausforderungen.