Im Rahmen der Initiative «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» veröffentlicht die Akademische Fachgesellschaft (AFG) für Gerontologische Pflege als erste nicht-ärztliche Organisation eine Top-5 Liste. Im Unterschied zu den bisher publizierten Listen liegt der Fokus bei diesen Handlungsempfehlungen nicht auf der Fehl- und Überversorgung, sondern auf der potenziellen Unterversorgung der Patientinnen und Patienten. Für die Umsetzung der Empfehlungen, die auf den ersten Blick möglicherweise selbstverständlich wirken mögen, müssen Verhaltensroutinen durchbrochen werden. Dazu sind die Unterstützung der Führungspersonen und das Commitment aller Beteiligten nötig. Wünschenswert ist eine Diskussion der fünf Empfehlungen überall dort, wo alte Menschen Pflege benötigen. Die AFG Gerontologische Pflege hofft, mit ihrer Liste eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik zu fördern und als Vorbild für weitere Top-5-Listen der Pflege und anderer Gesundheitsberufe zu wirken.