Immer stärker gerät die junge Generation in den gesellschaftlichen Blickpunkt – die, welche studieren oder eine Ausbildung absolvieren, aber auch die, welche zu resignieren scheinen. Die Pandemie hat ihr Leben auf den Kopf gestellt und ihnen die Jahre geraubt, in denen sie ihre ­Jugend unbeschwert hätten geniessen können; so wie der Krieg 1939–1945 ihren Urgrosseltern. Bei den Klimamärschen im Jahr 2019 hat diese Generation ihre Empörung und ihre Bereitschaft zu Veränderungen und Taten demonstriert. Doch nun, da auch noch der Krieg Europa fest im Griff hat, ist in den psycho­sozialen Beratungsstellen kaum noch ein Termin frei. «Angesichts all dieser Krisen stecken nicht wenige junge Erwachsene, die sich eigentlich Nachwuchs wünschen, in einem Dilemma; die Vorstellung, Kinder in eine solche Welt zu setzen, macht ihnen Angst.» [1] Dieses Dilemma ist nicht selten.