Vor wenigen Monaten, als die Pandemie auf dem Höhepunkt war, hatte ich meine alljährliche «Pilgerreise» auf die Insel Elba im toskanischen Archipel bereits abgeschrieben. Doch trotz über 35 000 Corona-Toten [1] hat Italien seine Grenzen am 15. Juni wieder unilateral geöffnet, um Wirtschaft und Tourismus möglichst rasch anzukurbeln. Nach sorgfältigem Abwägen von Für und Wider entschied ich schliesslich, mit 50 Schutzmasken und Desinfektionsmittel im Gepäck nach Elba zu reisen, um dort nach unserem Ferienhaus zu schauen. Ich dachte, ich müsse an der Grenze einen Gesundheitscheck machen und würde vor Ort von den italienischen Behörden nachverfolgt. Aber nichts von alledem.