In der Regel möchten Arbeitnehmende nach einem Unfall oder einer Krankheit möglichst rasch wieder ­arbeiten können. Ihre Arbeit ist oft ein wichtiger gesellschaftlicher Anker im Alltag, Quelle des Selbstwertgefühls und die soziale und existenzielle Grundlage. Ausfälle bei der Arbeit und damit auch der Verlust des gewohnten Alltags sind deshalb oft eine belastende und verunsichernde Erfahrung. Wer nicht arbeiten kann, verliert soziale Kontakte, wichtige Aufgaben und die Möglichkeit, mitzugestalten und sich persönlich weiterzuentwickeln – und wird so erst recht nicht ­gesünder. Hinzu kommt: Je länger jemand bei der Arbeit ausfällt, desto geringer ist die Chance auf eine ­erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz. Nach sechs Monaten sinkt sie bereits um die Hälfte.