Gleich mehrere wichtige politische Vorstösse im Bereich der Digitalisierung sind in der Herbstsession in den beiden Räten traktandiert. Hierin versteckt sich die Unzufriedenheit mit den Bemühungen des Bundes, die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorwärtszubringen. Allen voran – Sie ahnen es bereits – soll der Bundesrat beauftragt werden, Massnahmen rund um das elektronische Patientendossier (EPD) zu ergreifen. Zwischen den Zeilen der Antragstexte lässt sich lesen, dass Parlamentarier und Parlamentarierinnen zunehmend fordern, der Bund solle zusätzliche Kompetenzen erhalten, um das Datenmanagement zentral steuern zu können. Begründet wird dies vor allem durch die Erfahrungen während der Covid-Pandemie, in welcher der in der Schweiz traditionell starke Föderalismus zu einer, wie viele meinen, Schwäche geworden sei [1].