Das Verhältnis zwischen der Medizin als Wissenschaft und der Praxis ärztlichen Handelns scheint simpel: an der Uni studieren, dann anwenden. Die Realität ist aber kniffliger und bedarf einer systematischen Klärung, um Missverständnisse zu vermeiden, die in der Gesundheitspolitik immer wieder auftauchen, nicht zuletzt auch in polarisierenden Corona-Debatten, etwa um die – vor allem deutsche – Frage: Welcher Virologe hat recht? Oder um die beiden – eher schweize­rischen – Fragen: Nützt Maskentragen und ist Enkelkinderumarmen erlaubt?