Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten neurologischen Krankheiten der Welt [1]. Alleine in der Schweiz gibt es zirka eine Million Betroffene [2], von denen viele keine angemessene Diagnose erhalten. Kopfschmerzen werden unterschätzt und in vielen Fällen un­genügend behandelt. Das hat Folgen – in erster Linie natürlich für die betroffenen Patientinnen und Pa­tienten und ihr Umfeld, aber auch für eine ganze ­Gesellschaft: Da Kopfschmerzerkrankungen in den besonders produktiven Lebensjahren am häufigsten und stärksten vorkommen, sind die Kosten für die Allgemeinheit – vor allem durch verlorene Arbeitsstunden und verminderte Produktivität – erheblich.