Seit nunmehr einem Jahr teilen wir unseren Alltag mit einem ungebetenen Gast. Wir werden beinahe ­wöchentlich vor neue Herausforderungen gestellt, die unsere Gesundheit, unsere Geduld und unsere Gesundheitskompetenz auf die Probe stellen. Sie erinnern sich an das Frühjahr 2020: Plötzlich stand die Welt still, die Bevölkerung begab sich in den Lockdown, die Gesundheitssysteme bereiteten sich auf die Notsituation vor, die Wissenschaft erforschte das neue Virus, und die Politik zerbrach sich die Köpfe über die nötigen und möglichen Schritte für das Gemeinwohl. Und mittendrin Sie, die Ärzteschaft. Der erste Lockdown führte auch für die Ärzteschaft zu Unwuchten und Unsicherheiten. Durch Ihren trotzdem steten Einsatz ermöglichten Sie es uns allen und vor allem Ihren Patientinnen und Patienten, durch diese schwere Zeit zu kommen, in Zusammenarbeit mit der Pflege, den Medizinischen Praxisassistentinnen und vielen wei­teren Berufstätigen im Gesundheitswesen. Sei es in ­Ihrer Rolle als Unterstützende in schwierigen Situa­tionen, als Beratende und Behandelnde bei schwer Erkrankten, bei einem nahenden ­Lebensende oder bei Menschen mit Ängsten und Un­sicherheiten, wo Sie mit ­einem offenen Ohr zur Seite standen.