Bereits zum vierten Mal konnten sich im vergangenen Herbstsemester an der Universität Zürich die über 400 Erstsemesterstudierenden der Human- und Zahnmedizin an dem Essaywettbewerb «Premio Pusterla Medizinethik» beteiligen. Nachdem sich die Studien­anfängerinnen und -anfänger an drei Nachmittagen in Kleingruppen im Rahmen eines kompakten Einführungskurses mit ethischen Aspekten des medizinischen Tätigkeitsfeldes auseinandergesetzt hatten, galt es, die obligatorische Lehrveranstaltung mit dem Verfassen eines kurzen Aufsatzes abzuschliessen, der der Darstellung und Diskussion eines ethisch heraus­fordernden Falles im klinischen oder praktischen ­Kontext gewidmet war. So hatten die Studierenden gleich zu Beginn ihres Studiums Gelegenheit, schwierige ­moralische und zum Teil persönlich fordernde Fragen, die sich in ihrem künftigen Beruf typischerweise stellen können und die sich nicht mit Fakten­wissen alleine beantworten lassen, in einer schrift­lichen Reflexion zu erörtern und, soweit jeweils möglich, einen entsprechenden Lösungsvorschlag zu erarbeiten. Dabei sollten die im Kurs vermittelten ­Inhalte noch einmal ­anhand eines Praxisbeispiels ­angewendet und in ihrer Relevanz für den ärztlichen Alltag verdeutlicht werden.