Der Fall sorgte diesen August in Schweizer Zeitungen über einen Zeitraum von vier Tagen täglich für neue Schlagzeilen: Am Spital Einsiedeln haben alle Assistenzärztinnen und -ärzte auf einen Schlag gekündigt [1]. Der Ärztenachwuchs warf der Spitalleitung vor, ihn regelmässig zu Mehrarbeit über dem gesetzlich erlaubten Limit von 50 Stunden pro Woche genötigt zu haben. Ausserdem seien Weiterbildungen gestrichen worden, die für die Ausbildung zwingend nötig gewesen seien. Die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe wurde auch vom Verband schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzten (VSAO) gestützt, wie dieser später dem Blick bekannt gab [2].