Kontroversen bei der Einführung von Impfungen sind bekanntlich nichts Neues. 1978 legte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihrer Weltkonferenz das Ziel «Gesundheit für alle im Jahr 2000» [1] fest, in dessen Gefolge die Schweiz 1987 die «Ausrottungskampagne» [2] gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Röteln einführte. Diese Kampagne wurde von vielen Ärztinnen und Ärzten in immunologischer, epidemiologischer und sozialer Hinsicht als bedenklich empfunden. 150 Kolleginnen und Kollegen wandten sich mit einem offenen Brief an das Bundesamt für Gesundheit (BAG), damit war die Arbeitsgruppe in der deutschen Schweiz gegründet, ein Jahr später kam die französischsprachige Schwestergruppe dazu, zur Jahrtausendwende zählte die Arbeitsgruppe gegen 500 Mitglieder.