Zur Person
Prof. M.D. Francis Lévi (1949) ist Onkologe am Paul-Brousse-Spital in Villejuif bei Paris und Pionier der Chronotherapie. Bereits seine Doktorarbeit in Medizin, die er 1976 an der Universität Paris abschloss, widmete er dem Thema Körperuhren und Krebs. Er erhielt ein Forschungsstipendium zur Erforschung der Krebs-Chronotherapie am MD Anderson Hospital (Texas, USA) und am Spital der Universität von Minnesota (1978–1981). Nach seiner Promotion führte er 1982 am Paul-Brousse-Spital die Chronotherapie für Krebspatienten ein. 1993 wurde ihm das Facharztdiplom für medizinische Onkologie verliehen. Neben seiner klinischen Arbeit leitete er von 2000 bis 2014 die erste Forschungseinheit zu Uhren und Krebs am Nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM) und baute 2014 als Professor für Onkologie und Biomedizin an der Medical School der University of Warwick auch dort eine Forschungsgruppe zum Thema auf. Im Laufe seiner Karriere hat er 37 klinische Studien zur Chronotherapie koordiniert, darunter internationale Phase-III-Studien, und über 400 Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht.
Francis Lévi, Sie sind Pionier auf dem Gebiet der Chronotherapie und arbeiten seit den 1980er Jahren daran, Chemotherapien für Krebspatientinnen und -patienten verträglicher und wirksamer zu machen, indem Sie sie zu bestimmten Tageszeiten verabreichen. Wie kamen Sie dazu?