«Let me die in my footsteps», singt Bob Dylan, «before I go down under the ground.» Und er erzählt in seiner lakonisch-poetischen Weise, die ihm 2016 den Literaturnobelpreis eingebracht hat, wie die Menschen sich so sehr ängstigen lassen von Gerüchten und Verschwörungstheorien, dass sie verlernen zu leben. «’Stead of learnin’ to live they are learnin’ to die», statt dass sie zu leben lernen, lernen sie zu sterben. Er aber will im Lauf sterben, aufrecht, mitten aus dem prallen Leben heraus, und nicht das Leben schon aufgeben, bevor man tatsächlich tot ist.