Auswertungen der Global Burden of Disease Study zeigen eindeutig, dass psychische Erkrankungen in ressourcenarmen Ländern zunehmen und die dadurch hervorgerufenen Gesundheitseinschränkungen besorgniserregend hoch sind [1]. Weltweit sind psychische Erkrankungen in allen Altersgruppen und allen Geschlechtern für 14% der Years Lived with Disability verantwortlich. Bei Menschen im erwerbsfähigen Alter ist Depression der zweithäufigste Grund für verminderte Lebensqualität und Suizid die dritthäufigste Todesursache. Absolut gesehen lebt der Grossteil depressiver Menschen in ressourcenarmen Ländern des Südens. Dies, weil gezeigt werden konnte, dass die Prävalenz psychischer Erkrankungen in diesen Ländern vergleichbar ist mit der in Industriestaaten, und weil der Grossteil der Weltbevölkerung in ressourcenarmen Ländern lebt [2].