Langfristige Trends mit Zunahme von Hitzetagen, Starkregen, gewissen Krankheiten und den sie über­tragenden Vektoren: Es handelt sich hierbei nicht um Wetterschwankungen, sondern um Klimaveränderungen. In den letzten Jahren wurden in der ärztlichen Sprechstunde die Auswirkungen auf unsere Patientinnen und Patienten mit beispielsweise vorbestehenden Herz- und Nierenerkrankungen deutlich: präventive Anpassung des Verhaltens, kurzfristige Anpassung der Medikation bei Hitzetagen. Da Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Klima offensichtlich und wissenschaftlich belegt sind, ist es nachvollziehbar, dass die Delegierten an der Ärztekammer vom 7. Oktober 2021 dem Grundlagendokument «Planetary Health – Strategie zu den Handlungsmöglichkeiten der Ärzteschaft in der Schweiz zum Klimawandel» zugestimmt haben. Die Erarbeitung der Strategie erfolgte breit abgestützt innerhalb der FMH, mit wissenschaftlicher Unterstützung vonseiten des Schweizerischen Tropen- und Public Health Instituts. Das Departement Public Health, Gesundheitsberufe und Heilmittel ist mit der Leitung der Umsetzung beauftragt. Wir hoffen, dass alle Beteiligten weiterhin engagiert und konstruktiv partizipieren, und danken in diesem Sinne allen bisherigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe und den sie delegierenden Organisationen. Ein ausführlicher Artikel findet sich in dieser Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung auf Seite 1394. An der letzten Ärztekammer wurde damit auch ein Zeichen gesetzt, dass die Ärzteschaft einig und generationenübergreifend handlungsfähig ist.