3. November 2020 – es war Punkt 12 Uhr, und ich wollte gerade zum Mittagessen gehen, als mein Handy klingelte und das Wort «Hausarzt» aufleuchtete. Da wusste ich schon, dass etwas nicht in Ordnung war. Am Vortag war ich für eine Abklärung und ein Kontroll-EKG in der Praxis gewesen. Alles nur Routine. Doch nun erklärte mir mein Hausarzt am Telefon, dass er auf meinem EKG eine Auffälligkeit entdeckt habe und mich gerne an einen Kardiologen zur weiteren Abklärung überweisen würde. Verdacht: Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW-Syndrom). Ich konnten seinen weiteren Ausführungen zu Erregungsleitungen, Delta-Wellen und QRS-Komplex in diesem Moment nicht folgen. Zu fest beschäftigte mich das zunehmende Bewusstsein, dass dieses «Ding» in meiner Brust, das bisher vermeintlich still und zuverlässig seinen Job gemacht hatte, plötzlich zu einem Problemfall geworden war.