In den letzten Jahrzehnten hat sich die Digitalisierung im Gesundheitswesen massiv beschleunigt und zu ­einer mittlerweile weit verbreiteten Einführung und Nutzung von Gesundheitsinformationstechnologien wie beispielsweise Klinikinformationssystemen (KIS) und elektronischen Verschreibungssystemen geführt [1]. KIS sind mittlerweile der zentrale Speicher für Gesundheitsinformationen in Spitälern und die Basis für klinische Entscheidungen sowie elektronische Verordnungen. Gemäss dem Swiss e-Health Barometer 2020 arbeiten nahezu alle Schweizer Spitalärztinnen und -ärzte (91%) mit einem elektronischen System, und von 83% werden Medikamente routinemässig elektronisch verordnet [2]. Diese Werte halten sich seit 2017 relativ stabil, was für einen breiten Einsatz solch elektronischer Systeme in den Spitälern spricht.