«Man kann nicht nicht kommunizieren», lautet der berühmte Ausspruch des Philosophen und Psychoanalytikers Paul Watzlawick. Mimik, Gestik, auch die Stimme oder Kleidung – alles sendet kommunikative Signale, selbst ein Schweigen. Gute Krisenkommunikation jedoch geht anders. Was PR-Leute verinnerlicht haben, fällt Ärztinnen und Ärzten bisweilen schwer: Fehler eingestehen und offen darüber reden. Dabei nützt das nicht nur den Betroffenen und ihren Angehörigen, sondern auch den involvierten Fachpersonen selbst, schreibt Susanne Wenger in der Coverstory ab Seite 12. Bereits Worte des Bedauerns können eine Situation entschärfen und allen Beteiligten dabei helfen, mit dem Ereignis umzugehen und einen konstruktiven Weg aus der Krise zu finden.