Vier Wochen lang plastikfrei einkaufen: Das ist mein neues privates Projekt. Warum? Plastik verschmutzt die Umwelt und kann in den Mägen von Meerestieren landen, die daran sterben. Es zersetzt sich darüber ­hinaus in immer kleinere Teile, bis wir es in Form von ­Mikroplastik zum Beispiel über die Ernährung in ­unsere Körper aufnehmen. Das alles bereitet mir Bauchschmerzen. Deshalb haben meine Familie und ich eine Plastikfastenkur beschlossen. Sie soll erst ­einmal vier Wochen lang dauern. Das Ziel ist: Gewohnheiten überdenken und Alternativen kennenlernen. Vielleicht schleichen sich ja neue plastikfreie Gewohnheiten ein. Die Spielregeln: Wir dürfen vier Wochen lang nichts kaufen, das aus Plastik besteht oder in Plastik eingepackt ist. Wir dürfen aber verbrauchen, was wir schon haben. An ­dieser Stelle erwarte ich geradezu, dass Sie schmunzeln und mir – würden wir uns gegenübersitzen – raten, vor Beginn der vier plastikfreien Wochen einen Grosseinkauf zu tätigen. Genauso reagierten die Menschen, denen ich von meinem Vor­haben erzählt habe. Und ich gebe zu, es ist mehr als ein Zufall, dass ich jetzt, kurz vor Beginn des Experiments, in Plastik verpacktes Toilettenpapier gekauft habe, ­obwohl das bisherige noch nicht ganz aufgebraucht war.