Zusammenfassung

Ein zentraler Aspekt der Kompetenzbasierten Bildung (Competency-Based Medical Education oder CBME) ist die Festlegung der zu erreichenden Kompetenzen am Ende eines Bildungsabschnitts. Kompetenz wird verstanden als ein Set von Wissen, Fertigkeiten und Haltungen, das mit den Aufgaben des Berufsalltags in ­Einklang steht. Kompetenzbasierte Weiterbildung beinhaltet auch, dass die am Ende der Weiterbildung zu erreichenden Kompetenzen die Grundlage aller Weiterbildungsaktivitäten sind. Wichtig für den effektiven Aufbau von Kompetenzen sind häufige und konstruktive Rückmeldungen zum aktuellen Lernstand. Weiterbildende müssen dazu geeignete Teaching-­Situationen erkennen und nutzen sowie effektives und ­unterstützendes Feedback geben. Dabei kommt den Arbeitsplatz-basierten Assessments (AbAs) eine zen­trale Bedeutung zu: Im Rahmen des Konzepts «Entrus­table Professional Activities» (EPAs) werden diese ­erweitert und deren inhaltliche Relevanz erhöht. EPAs sind für das jeweilige Fachgebiet typische Arbeits­pakete (professional activities), welche den Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung schrittweise zur selbständigen Ausübung anvertraut werden. Zur Einschätzung des Kompetenzniveaus wird dabei der notwendige Grad der Beaufsichtigung bestimmt.