10.20 Uhr – H. Eiden
Heute habe ich es wieder einmal geschafft, ich sitze am Tisch – halte den Stift in der Hand und schreibe. Schreibe – aber langsam, sehr langsam. Bis vor kurzem, um 10.10 Uhr lag ich noch im Bett – und das seit gestern Abend um acht. Und wieder war es ein andauerndes Weinen einer meiner kleinen Töchter und das Aufbrausen meiner erschöpften Frau, welche mich aus dem Bett brachten. In mir, ein Gefühl von Scham – ich kenne und höre das Leiden meiner Familie, möchte helfen, dort sein – aber ich schaffe es einfach nicht, kann es mir nicht leisten.