In unserer, von Bewegungsmangel geprägten Gesellschaft kommt dem richtigen Mass an Sport und körperlicher Aktivität über die gesamte Lebensspanne eine grosse Bedeutung zu. Dies gilt allgemein im Sinne einer gesunden Lebensführung, zum Beispiel für körperliches Wohlgefühl und innere Balance. Im Besonderen können Sport- und Bewegungstherapie unter präventiven, therapeutischen und rehabilitativen Gesichtspunkten bei psychischen Erkrankungen und Störungen eine wertvolle Ergänzung zu anderen, z.B. pharmakologischen oder psychotherapeutischen Behandlungsansätzen sein [3]. Sie können sich aber auch bei manchen Beschwerdebildern als Alternative präsentieren. Die Anforderungen im Leistungssport setzen sichere Beurteilung und Umgang mit den Belastungen und Risiken für die psychische Gesundheit ebenso voraus wie in der Diagnostik und Behandlung bereits subklinischer psychischer Erkrankungen [4].