Die Schweiz nimmt derzeit eine grosse Zahl von Flüchtlingen aus der Ukraine auf. In diesem Land kommt Tuberkulose etwa fünfzehn Mal häufiger vor als in der Schweiz. Einige Ankömmlinge kommen direkt bei Privatpersonen unter und durchlaufen nicht das für Asylsuchende übliche Prozedere. Somit erhalten sie keine der Informationen und Ratschläge, die im Rahmen einer ersten Begegnung mit einer medizinischen Fachkraft gegeben werden, und sie werden auch nicht über die möglichen Symptome der Tuberkulose aufgeklärt. Unter diesen Umständen ist es umso wichtiger, dass praktizierende Ärztinnen und Ärzte, die in Kontakt mit Flüchtlingen kommen, an Tuberkulose denken.