Die COVID-19 Pandemie hat Anfang 2020 unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Ende Februar gab es den ersten positiven Fall in der Schweiz, und im März erlebten wir hier den ersten Shutdown. Während dieser Zeit wurde das Gesundheitssystem auf die dringenden Fälle reduziert, was vor allem für sogenannte «besonders gefährdete Personen» (oder «Risikopatientinnen und Risikopatienten») und ihre Hausärztinnen und Hausärzte nicht immer einfach zu navigieren war. Auf einmal lag der Fokus auf dem SARS-CoV-2 Virus, doch was war mit älteren, chronisch kranken Menschen mit mehreren Krankheiten, die auf regelmässige medizinische Betreuung angewiesen waren? Was galt als «dringend»? Wer war mit «Risikopatientin, Risikopatient» überhaupt gemeint? Und inwiefern konnte die Versorgungskontinuität gewährleistet werden?