In den letzten Wochen und Monaten wird – auch in dieser Zeitschrift – viel über künstliche Intelligenz nachgedacht. Automatisierungen, Digitalisierungen, algorithmisches Entscheiden, Deep Learning, Machine Learning – man hat Mühe, die ganzen Begriffe und Konzepte zu verstehen. Fakt ist, sowohl die Digitalisierung als auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz könnte die Medizin optimieren und effizienter machen. Gewisse Ängste werden aber auch schnell laut: «Wir wollen ja nicht, dass die Computer irgendwann für uns entscheiden!» Darin scheinen sich eigentlich alle Ärzte und Ärztinnen im Moment einig zu sein. Man will grundsätzlich auch nicht, dass die Computer irgendwann Arbeitsplätze ersetzen, obwohl wir das wohl kaum vermeiden werden können. Und, ein anderes Beispiel, man hat Angst, dass es würdelos sein könnte, wenn zum Beispiel ein intelligenter Pflegeroboter irgendwann eine demente alte Dame pflegt, und die Dame vielleicht gar nicht versteht, dass der Pflegende kein Mensch ist. Man stelle sich dieses Szenario mal vor. Aber bleiben wir doch kurz mal nur bei den Entscheidungen und der Würde.