Medikamentensicherheit Was genau passiert, wenn Medikamente oder Umwelttoxine die Plazentaschranke durchdringen? Bisher greifen Studien auf Experimente mit trächtigen Mäusen zurück, um das zu untersuchen. Doch die Aussagekraft solcher Tests ist für die Beurteilung der Medikamentensicherheit beim Menschen nicht optimal. Empa-Forscherinnen entwickeln nun in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und dem Kantonsspital St. Gallen ein System, das künftig eine Alternative zu Tierversuchen darstellen soll. Auf einem Polymer-Chip werden Zellen der menschlichen Plazenta zu einer dichten Barriere kultiviert und embryonale Stammzellen in einem Tropfen Nährlösung zu einer winzigen Gewebekugel formiert. Testsubstanzen lassen sich auf der «mütterlichen» Seite der Plazenta zugeben. Auf diese Weise können die Forschenden den Transport der Testsubstanz und die Auswirkungen auf beide Gewebe untersuchen.