Das Gewebe meines Lebens verändert sich. Nicht nur ich, sondern auch Menschen, die mich auf diesem Weg begleiten, wirken auf dieses Gewebe ein: Meine Seele nimmt eine Vielzahl von Botschaften auf – von innen und von aussen – und verwandelt sie in Bilder, Symbole, Träume … Manches ‘wächst mir entgegen’ und eine innere Stimme leitet mich: Ich kann nicht anders, muss hinhalten – innehalten – aushalten und das schwere Gewicht des Gewordenen zulassen, all das, was mich einholt und neu werden will.» [1] Diese Worte vertraute Liliane Juchli 1978 ihrem Tagebuch an, nachdem sie als Autorin der «Allgemeinen und speziellen Krankenpflege» bereits Berühmtheit erlangt hatte.