Es ist kurz vor 18 Uhr und Herr Pfeiffer holt seine Frau im Tageszentrum ab. Dem vorausgegangen ist ein kurzer Anruf zwischen ihm und einer Mitarbeiterin des Tageszentrums. Für ihn ist es immens wichtig zu wissen, was ihn beim Abholen seiner Ehefrau erwartet. Er will seine Fragen, und es sind stets einige, im Voraus geklärt haben. Im Zentrum steht sein Anliegen nach Information, Bestätigung und Stärkung, dass er es «richtig» macht und alles tut, damit es seiner Ehefrau gut geht: «Ich weiss zu Hause oft nicht, wie ich in der Situation reagieren oder was ich sagen soll, und stehe da wie der Esel am Berg.» Der Austausch mit einer Mitarbeiterin des Tageszentrums gibt ihm Sicherheit und bestärkt ihn, dass er auf dem richtigen Weg ist und seiner Frau viel Gutes tut. Es entspricht seinem Wunsch, dass beim Abholen dann uneingeschränkt seine Ehefrau im Fokus steht. Mit diesem Telefonat kommt der betreuende und pflegende Ehemann voll auf seine Rechnung. Auch wenn es aufwändig erscheint, diese kleinen Dinge lösen das Versprechen ein, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen als Teil der Gesellschaft mittendrin stehen.