Einen chancengleichen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen gibt es nicht: Das sagt Matthias Schick, Experte für Refugee Mental Health, im Hintergrundartikel von Simon Maurer ab Seite 12. Das ist brisant. Denn der Bund fordert genau das. Aber nicht alle Kantone übernehmen zum Beispiel die Kosten für Dolmetschende. Gerade in der psychiatrischen Praxis bleiben dadurch die wirklich wichtigen Themen oft aussen vor. Ganz generell sei es entscheidend, dass die Ärztin oder der Arzt und die migrierte oder gar geflüchtete Person ein gemeinsames Verständnis des Krankheitsbildes und der erforderlichen Therapien entwickeln. Letztlich, warnt Schick, komme es teurer, wenn sich unbehandelte Pathologien verschlimmern.