Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, sagt uns die Bibel. «Syt dihr öpper oder nähmet dihr Lohn» lautet eine der unzähligen Anekdoten, die von Madame de Meuron erzählt werden. Das stadtbekannte Original aus dem Berner Patriziat vertrat seine feudale Definition von Arbeit, die jahrhundertelang gültig war. Karl Marx glaubte, dass es nach dem Sieg des Kommunismus jedem möglich sein werde, «morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben und nach dem Essen zu kritisieren». Eine Freizeitgesellschaft, die der britische Ökonom Keynes (1883–1945) als das grösste Problem für die Menschen im Jahre 2030 betrachtete. Dank hoher Produktivität werde eine 15-Stunden-Woche zum Leben ausreichen. Teilzeitarbeit oder die 40-Stunden-Woche ist seither für viele eine Realität, Segen oder Fluch, je nachdem, wer dazu befragt wird.