Rund 100 medizinische Register sind derzeit auf der Online-Plattform «Forum medizinische Register Schweiz» der FMH (www.fmh.ch/services/qualitaet/forum_medizinische_register.html) verzeichnet [1]. Die Anzahl der dokumentierten Register ist mit jeder Aktualisierung weiter angestiegen. Die Bandbreite der Register reicht von A wie AMDS – das Absolute Minimal Data Set über die Tätigkeit im Bereich Anästhesiologie – bis zu Z wie ZDR, dem BAG-Register der Dosen, die von den beruflich strahlenexponierten Personen in der Schweiz akkumuliert werden. Was aber ist ein medizinisches Register, wozu wird es gebraucht und welche Anforderungen muss es erfüllen? Etwa so unterschiedlich wie die Register selbst sind auch die in der Literatur vorhandenen Definitionen eines medizinischen Registers. Als Konsens sprechen sie «von einer systematischen Sammlung von einheitlichen Daten innerhalb eines definierten Untersuchungskollektivs» [2, 3]. Weiter geht ein europäisches Dokument von 2015 [4]: «Register sind ein organisiertes System, um Daten und Informationen von einer Gruppe von Menschen zu sammeln, zu analysieren und zu verbreiten, die durch eine bestimmte Erkrankung, einen Zustand, eine Exposition oder eine medizinische Leistung definiert ist; und sie dienen zum Voraus bestimmten wissenschaftlichen, klinischen und/oder politischen Zwecken.»