Es war einmal eine Familie mit Haus und Garten mit vielen Hecken und Vögeln. Zu jeder Adventszeit kam der Tag, an dem ein Weihnachtsbaum, eingerollt in ein Netz, im Holzschopf auf seinen Auftritt wartete. Gross war jeweils die Auslese auf dem Forstamt der Gemeinde oder beim Bauern, der mit seiner Plantage einen Zustupf verdiente. Am Vortag der Familienzusammenkunft wurde der Baumstamm in ein Wassergefäss gestellt und mit Zwingen festgeschraubt. Das Schmücken war ein gemeinsames Ritual. Salzteigfigürchen, handgesägte Schaukelpferdchen, farbige Vögel, Glas- und hauchdünne, farbige Kugeln. Und natürlich die gut gelagerten Bienenwachskerzen. Unter dem Baum Tannenzweige und viel Platz für Geschenkpakete. Im neuen Jahr brannten die Kerzenreste noch einmal bis auf kleine Stumpen, dann wurde der Schmuck sorgfältig in Kartonschachteln versorgt, und der Baum steckte im Schnee, bis er im Frühjahr für das Kaminfeuer zersägt wurde.