Einleitung
Leukopenien sind ätiologisch bedingt durch eine zu geringe Produktion oder einen gesteigerten Zerfall der Leukozyten. Chemotherapie, Infektionen oder Immunreaktionen, aber auch genetische Prädispositionen können Leukopenien verursachen. Eine genaue Diagnostik ist daher von äusserster Wichtigkeit, insbesondere, weil eine medikamenteninduzierte Leukopenie eine Ausschlussdiagnose darstellt [1]. Entscheidend für die korrekte Kausalitätsbeurteilung zwischen dem unerwünschten Ereignis und dem Arzneimittel sind nach den WHO-UMC-(«World Health Organisation / Uppsala Monitoring Centre»-)Kriterien der zeitliche Zusammenhang und die Besserung der Symptome nach Absetzen des Arzneimittels (positive Dechallenge). Treten die gleichen Beschwerden nach erneuter Einnahme wieder auf, so spricht man von einer positiven Rechallenge, welche die Kausalität bestärkt. Bei der Plausibilitätsüberprüfung werden auch alternative pathophysiologische Genesen abgeklärt und in die Beurteilung einbezogen [2].