Krebs ist in der Schweiz nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Dank der ­guten Früherkennung und neuen Therapiemöglichkeiten sank die Sterblichkeit merklich. Um mehr über die Versorgung von Krebspatienten zu erfahren, hat die Abteilung Helsana-Gesundheitswissenschaften die Daten von an Krebs verstorbenen Personen untersucht. [1]. Die Studie fokussiert auf die Versorgungsprozesse und die Behandlungsintensität bei Krebspatienten in den letzten sechs Lebensmonaten. Die Studienpopu­lation besteht aus 10 275 erwachsenen Helsana-Ver­sicherten, die im Jahr 2014 verstarben. Die Daten zur Todesursache stammen vom Bundesamt für Statistik. Insgesamt sind 2710 (26,4%) der Versicherten an Krebs verstorben. Die untersuchte Behandlungsintensität umfasste folgende Messgrössen (in Anlehnung an Hanchate et al. [2]), wobei die Kriterien nicht kumulativ erfüllt sein müssen: