Im Jahr 1967 erschien in der American Economic Review ein Aufsatz des Princeton-Ökonomen William J. Baumol mit dem Titel «The Macroeconomics of Unbalanced Growth: The Anatomy of Urban Crisis» [2]. Dieser Aufsatz führte ein Konzept in die Literatur ein, das unter dem Namen «Baumolsche Kostenkrankheit» bekannt geworden ist2. Es hilft zu verstehen, warum Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Bildung, im Handel, in Kunst und Kultur und in vielen ­anderen Bereichen im Vergleich zu materiellen Gütern immer teurer werden.