Im Frühsommer 1998 stand ich in der Innenstadt von St. Gallen und wusste, dass ich eine Passion gefunden hatte. Es war Abstimmungskampf zur Gen-Schutz-Initiative, und ich als Zellbiologie-Doktorandin engagierte mich an Standaktionen, um den Passantinnen und Passanten die Konzepte, Werkzeuge und Chancen der Gentechnologie verständlich zu machen. Die Initiative wurde abgelehnt, wir gehörten zu den Gewinnern. Für mich wog jedoch eine Erkenntnis auf persönlicher Ebene fast stärker: Ich hatte viel Spass dabei, diese komplexen wissenschaftlichen Inhalte runterzubrechen, in einen neuen, alltäglichen Kontext zu stellen, anders zugänglich zu machen. Dabei wollte ich bleiben.