In dieser Ausgabe der SÄZ finden Sie zwei kurze Artikel zur Bedeutung von nichtübertragbaren Krankheiten, sogenannten Non-Communicable Diseases (NCD). Stellt man sich die NCD als riesigen Regenwald vor, so wird er im Artikel der Helsana mit gesundheitsökonomischem Fokus aus der Vogelperspektive betrachtet: Aus bestehenden Datenbanken wurden grosse Datenmengen analysiert. Zahlreiche Annahmen mussten nach bestem Wissen getroffen werden. Dahingegen steht der Artikel der Universitätsinstitute für Hausarztmedizin (UNIHAMs) eher für die Perspektive einer Forschungsexpedition im Regenwald: Kleinere, eigens für die Forschungsfragen erhobene Daten wurden analysiert und differenzierte Zusammenhänge beschrieben. Deckungsgleich sind die Befunde beider Artikel hinsichtlich der Bedeutung der kardiovaskulären und der psychischen Erkrankungen. In den Publikationen zum Forschungsprojekt der UNIHAMs finden sich neben zentralen Erkenntnissen bezüglich der Komplexität von Multimorbidität auch wichtige Hinweise für eine weitere Sicht: die Public-Health-Perspektive. Tabak ist in der Schweiz der wichtigste ursächliche Faktor für die NCD, die 80% der Gesundheitskosten verursachen. Public Health gibt Hinweise darauf, weshalb der Regenwald wächst oder abnimmt.