Dass wir Ärzte und keine Ökonomen sind, wird uns zum Nachteil, wenn die Patientenversorgung vor allem unter Kostengesichtspunkten diskutiert wird. So ist es für uns schwierig, ökonomisch unsinnige Behauptungen der Politik entlarven zu können. Auch die aktuell populärste Forderung klingt vordergründig plausibel: Die Gesundheitskosten dürften nicht stärker steigen als die Einkommen, weil sie sonst unbezahlbar würden. Um dies zu verhindern, müsse man einen Kostendeckel einführen. Doch lässt sich diese Forderung überhaupt erfüllen, ohne Behandlungen vorzuenthalten? Ist diese Forderung überhaupt sinnvoll?