In der Revue médicale suisse (RMS) vom 18. April [1] bezieht sich Bertrand Kiefer auf verschiedene Artikel im New Scientist vom 20. Januar 2018, u.a. auch auf einen mit dem Titel «There are disturbing hints that Western civilization is starting to crumble». Darin heisst es: «Ja, wir erleben den Anfang vom Ende – wir stehen vor einem Kollaps. Die globalisierte westliche Zivilisation ist nicht stabil – u.a. bedingt durch einen Verlust an Komplexität […] Entweder wir reduzieren unsere Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen, verringern die Ungleichheiten und finden Mittel und Wege zur Bereinigung von Konflikten oder wir gehen unter.» Weltuntergangspropheten hat es natürlich schon immer gegeben, aber wissenschaftsbasierte Berufe und Branchen – wie die unsere – können diese ernsthaften Warnungen nicht ständig unter dem Vorwand der Emotionalität von sich weisen. Es gilt, die vorgebrachten Argumente sorgfältig zu prüfen. In der genannten RMS nimmt Alex Mauron [2] die postmoderne Wissenschaftskritik auseinander und spricht von einer auf politischen Populismus gestützten Wissenschaftsfeindlichkeit: «Im Amerika der Ära Trump zeigt sich die Verleugnung der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung als offenkundigste Herausforderung.»