Die junge Frau wirkt kompetent. Sie steht ruhig da, beobachtet und filmt ab und zu das Geschehen. Am Ende wird ein Gespräch die Stunde beenden. Spatzen tschilpen, von der nahen Autobahn rauscht es unaufhörlich, ein typischer Stadtrand mit einer Reihe hässlicher Wohnblocks. Der Verkehrslärm scheint die Island-Ponies auf dem Hof nicht zu stören. Ein Wallach knabbert am spärlichen Gras entlang des umzäunten Pferchs. Bald soll er sich als Co-Therapeut auf einen Menschen einlassen. Eine erste Annäherung geschieht vorsichtig, der Hengst schleckt kurz die Hände und lässt sich tätscheln. Weisse Haarsträhnen in der Mähne schaffen eine emotionale Brücke. Die Interaktion geschieht averbal mit sanftem Druck, respektvoll beim Anblick der überlegenen, geballten Kraft. Immerhin erfolgt kein abwehrender Huftritt und das Flucht- und Herdentier lässt weitere Versuche zu.