Zur Person
Nédjmeddine Bendimerad wurde 1964 in Tlemcen in Algerien geboren. 1986 bis 1993 studierte er dort Medizin. In der gleichen Zeit begann er, zu zeichnen und seine – auch politischen – Zeichnungen Zeitungen zu verkaufen. Dies trug ihm insbesondere in islamistischen Kreisen Probleme ein. Er wurde sogar mit dem Tod bedroht. 1994 floh er nach Lausanne, wo bereits sein Bruder wohnte. In den Kliniken von Genolier und Cery fand er Stellen in der Alterspsychiatrie. 11 Jahre lang arbeitete er am Spital Neuenburg, seit 2016 ist er in einer psychiatrischen Gruppenpraxis in Yverdon tätig. Seit Januar 2017 erscheinen seine Cartoons auch in der SÄZ. Nédjmeddine Bendimerad ist verheiratet und Vater von drei Kindern im Teenager-Alter. Er lebt mit seiner Familie in Neuenburg.
Wenn er zeichnet, werden komplexe Dinge einfach und verständlich. Jetzt zum Beispiel skizziert Nédjmeddine Bendimerad ein zweimotoriges Flugzeug. «Der Körper ist die Medizin, die Psychiatrie», erklärt er. «Ein Motor sind meine Zeichnungen, und der zweite ist die Fliegerei. Das hält mich in der Luft und im Gleichgewicht.»